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Was ist ein Ostfriesennerz?

Autor: Peter Feye - Datum: May 07, 2012 06:33:43 PM

Kategorie: Mode

Eigentlich wurde der Friesennerz als dauerhaft wasserdichte Textilie von Fischern und Segelsportlern getragen. Zusätzlich zu seiner Funktion als Regenschutz sind heutige Friesennerze häufig wegen ihrer leuchtend gelben Farbe sogar aus der Distanz gut sichtbar. Ferner zeichnen sich Friesennerze in der Regel über ihre große Kapuze aus. Hinzu kommen ein paar große Taschen mit Klappen. An der Frontleiste fanden sich früher meistens Druckknöpfe. Heutzutage setzt man hier auch gerne auf Reißverschlüsse.

Zu Anfang wurde synthetisches gummiertes Kautschuk auf das nach außen tragbare Viskose aufgetragen. Seit 1985 setzt man auf PVC-Beschichtungen. Zu jener Zeit begann man auch damit zusätzlich zu der Standard-Farbe gelb diverse Alternativen anzubieten. Man begann darüber hinaus damit weitere Ausstattungsmerkmale zu variieren. Zum Beispiel große Taschen, weite Kapuzen und Brusttaschen. Es gab auch weiterhin die bekannte Knopfleiste. Diese verdeckte dann aber mitunter nur einen Reißverschluß. Darüber hinaus setzte man auf Ösen an den Ärmelansätzen um eine bessere Belüftung zu ermöglichen.

Als Modetrend verbreitete sich der Friesennerz vor allem von 1970 bis zirka 1985 über die ganze Bundesrepublik Deutschland. Den Anfang setzte Jan E. Ansteen Nielsson - Gründer von Jeantex. Er entwarf das Konzept für eine beidseitig tragbare Regenwendejacke - der klassische Friennerz. Sein Entwurf war dem eines Bundeswehr-Parka ähnlich und nicht der Öljacke. In diesen Tagen hat der Friesennerz spürbar an Beliebtheit verloren und ist nur noch selten zu sehen. Anlass ist eine Vielzahl an anderen Regenschutzjacken.

Auch in der DDR wurden Friesennerze allgemein bekannt. Seine Trendzeit war von 1981 bis 1985. Offiziell wurden diese als Wetterwendejacke bezeichnet und weitere Veränderungen am Design vorgenommen um patentrechtlichen Problemen mit Jeantex aus dem Weg zu gehen. Die Wetterwendejacke gab es in einer langen sowie kürzeren Version. Es mangelte diesem Produkt jedoch an Widerstandsfähigkeit. Des Weiteren war der Ost-Friesennerz mit 120 Mark relativ kostspielig.

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