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DIW: Riester bevorzugt ausschließlich Besserverdiener

Autor: Michael kleiner - Datum: July 09, 2015 08:11:59 AM

Kategorie: Finanzen & Versicherungen

Riester bewahrt nicht vor Altersarmut Die neueste Riester-Studie wartet mit einer provokanten Aussage auf: Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) kommt zu dem Ergebnis, dass die Riester Rente Menschen mit einem geringen Einkommen nicht dabei hilft, sich sicher vor der Altersarmut zu schützen. Vielmehr können nur Besserverdiener die Vorteile der geförderten Rente in vollem Umfang nutzen. In der Studie wurden repräsentative Daten ausgewertet. Rund 39 Prozent der gesamten Bevölkerung verteilen sich auf 20 Prozent der verfügbaren Höchsteinkommen. Aber nur sieben Prozent entfallen auf die 20 Prozent der Einkommen am unteren Ende der Skala. Das heißt nach Ansicht der Forscher, dass Berufstätige mit einem geringen Einkommen selten Riester-Verträge abschließen. Die Studie zeigte, dass rund sieben Prozent innerhalb der zehn Prozent der Berufstätigen am unteren Ende der Gehaltsskala einen Riester-Vertrag abgeschlossen haben, während 22 Prozent der Menschen am oberen Ende der Skala einen Riester-Vertrag halten. Nur weil die Förderung für Menschen mit einem geringen Einkommen attraktiver ist, gleicht sich dieses Verhältnis nach Meinung der Forscher wieder etwas aus.
Unterschiedliche Reaktionen auf den Test Aus der Politik kamen recht differenzierte Aussagen zu diesem Test. Einerseits kommt die Linke zu dem Schluss, dass die Riester Rente sozialpolitisch nicht zu rechtfertigen sei, weil eine sowieso schon privilegierte Gruppe an Versicherten noch weiter bevorzugt werde. Und auch die grüne Fraktion sieht einen Neustart bei der Riester Rente als erforderlich an, weil gerade Geringverdiener einen Anreiz benötigen, einen Vertrag abzuschließen. Und vor allem seien die Kosten für alle Riester-Varianten zu hoch, sie müssten erheblich gesenkt werden. Die Versicherer und auch die Bundesregierung sehen dies allerdings ganz anders. Das Sozialministerium argumentierte sogar, dass über 50 Prozent der Zulagenempfänger pro Jahr lediglich unter 20.000 Euro verdienen. Und der Verband der Versicherer (GDV) hebt hervor, dass die Förderung eigentlich nicht dazu ins Leben gerufen wurde, um Geringverdiener überproportional zu unterstützen. Vielmehr wollte man explizit das sinkende Rentenniveau ausgleichen, nicht aber eine bestimmte Versichertengruppe über Gebühr fördern. Betrachtet man außerdem die Zahlen der Zulagenstelle, zeigt sich, dass knapp 65 Prozent der Zulagen an Menschen mit einem Einkommen unter 30.000 Euro gehen. 25 Prozent werden sogar an Menschen mit einem Einkommen unter 10.000 Euro gezahlt. Und der stolze Betrag von 1,87 Milliarden Euro der Grund- und Kinderzulagen geht an Frauen, während Männer nur 820 Millionen Euro erhalten. Gerade damit ließe sich beweisen, dass die unterversorgte Bevölkerungsschicht durch die staatlichen Zulagen besonders gut gefördert werde.
Was man sonst noch über die Riester Rente wissen sollte und wie die einzelnen Anbieter im letzten Riester Rente Test abgeschlossen haben, erfährt man auf http://www.riesterrente-heute.de/

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