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Hochzeit - Der Brautraub

Autor: Jana Bose - Datum: September 29, 2009 09:17:30 PM

Kategorie: Liebe, Partnerschaft & Dating

Die Hochzeit - Der Brautraub

Oftmals begnügte man sich nicht damit, den Brautschuh zu entwenden, sondern es musste gleich die ganze Braut sein. Auch heute noch ist dieser Brauch recht weit verbreitet. Dazu finden sich einige Freunde oder junge Verwandte des Brautpaares als Verschwörer zusammen und entführen die Braut in einem unbewachten Augenblick - meist sträubt sie sich auch nicht allzu sehr dabei. Die Braut wird nun nicht etwa in ein düsteres Versteck gebracht, sondern in eine mehr oder weniger weit entfernte Gastwirtschaft. Ehrensache ist allerdings, dass man auch ein paar falsche Spuren legt. Eine Stripperin oder Stripper ist die Überraschung auf jedem Polterabend oder Junggesellenabschied. Ein Strip darf auf keiner Feier fehlen!

Während Entführer und Braut bei fröhlichem Trinken zusammensitzen, muss sich der Bräutigam mit einigen Getreuen auf die Suche machen. Hat er Räuber und Opfer schließlich aufgespürt, bleibt ihm nichts anderes übrig, als ein kräftiges Lösegeld zu zahlen - nämlich die gesamte Zeche.

Diese Sitte ist auf den uralten und sehr viel weniger lustigen Brauch der Raubehe zurückzuführen. In vielen Kulturen galten (und gelten leider oft auch heute noch) die Frauen nicht als den Männern ebenbürtige Menschen, sondern als eine Art Besitztum. Der Mann, der eine Frau haben wollte, nahm sie sich einfach. Die olympischen Götter Griechenlands gaben den Menschen genügend Beispiele, so zum Beispiel Zeus, der als Stier verwandelt die Europa raubte. Eine der berühmtesten Raubtaten war der Raub der schönen Helena, der der Sage nach den trojanischen Krieg entfachte.
 
Vor allem im kriegerischen Sparta war der Brautraub die übliche Vorgehensweise: Der Bräutigam riss die Braut mit Gewalt von ihrer Mutter weg, es wurden ihr die Haare abgeschnitten - was immer eine Demütigung bedeutete, auch Sklaven wurden die Haare abgeschnitten -, und sie musste Männerkleidung anziehen.

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