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Dresdens traurige Vergangenheit im Nachrichtenland

Autor: Markus Friedrich - Datum: January 03, 2012 10:30:32 AM

Kategorie: Nachrichten & Medien

Die Elbstadt hatte es in den letzten 40 Jahren nicht einfach: Wer an Wissen bekommen wollte, der musste schon ein bis zwei Stunden reisen. Zu Hause vor der eigenen Glotze kam außer dem gewohnheitsmäßigen Fernsehprogramm kaum eine andere Aufnahme, höchstens lokale Dresden Nachrichten. Das Privatfernsehen gab es nur an anderen Dörfern in der DDR. In Dresden gab es anstatt News nur Punkte auf dem Schirm. Aber wieso das denn? Die Klärung ist simpel: Dresden liegt in einer empfangstechnisch äußerst verflixten Situation. Die Landeshauptstadt liegt unten in einem tiefen Talbereich. Die Hügel auf allen Seiten verhinderten also ein unproblematisches Anschauen der Westbilder. Aktuelle wichtige wirtschaftliche Nachrichten aus Dresden waren damit nicht zu empfangen. Traurig aber die Wahrheit: In Dresden wusste kein Bürger, was in auf der anderen Seite der Mauer passierte. Mit geringem Reiseaufwand ließ sich das Erschwernis aber reparieren: Dresdner gingen bei wichtigen Sendungen einfach in andere Städte, um den talbedingten Informationsdunst zu umgehen. Besonders in anderen Metropolen in Sachsen gab es TV-Sender und Nachrichten sehr simpel. Und wichtig: Man musste den Fernseher nur lautstärketechnisch nach unten stellen, der Nachbar sollte schließlich nicht wissen, dass die Dresdner kaum Nachrichten erhalten konnten. Jedoch wie sehen die Elbflorenzer nun die Maschinerie der neuesten Nachrichten? Sicher ist, 22 Jahre nach dem Untergang der DDR sind die Geschichten vom Tal der Ahnungslosen und die verrückten Märsche in benachbarte Städte nur noch Geschichten. Dresden ist endlich stark im 21. Jahrhundert angekommen. Jetzt tümmeln sich nahezu alle Dresdner Printmedien im WWW, die die Leute im Tal der Ahnungslosen mit Neuigkeiten aus Wirtschaft, Politik oder Party versorgen. Somit sind Nachrichten zur Massenware geworden. Endlich auch in Dresden.

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